
schon vor wochen hörte man, dass peter tate nicht mehr regelmässig bei giacobbo/müller auftreten wird. sehr schade, er war ein highlight der sendung.
der "neue" heisst buddy casino und sitzt in einem trashigen glitterjacket hinter einer farfisaorgel. dort versucht er, die pointen mit musikalischen sahnehäubchen zu dekorieren. das geht aber so daneben, dass man den verdacht nicht los wird, dass der gute, er ist deutscher, den gag immer erst dann versteht, wenn die leute schon lachen.
rein musikalisch ist eine beurteilung heikel, denn die tönenden pointensahnehäubchen waren so spärlich und so leise, dass man sie sich locker wegdenken kann. trotzdem: mit grossem improvisatorischen talent scheint buddy casino nicht geschlagen zu sein. und von einer orgel erwarte ich etwas mehr pfupf als diese kleinlauten piepser. und: der einzige, der diesen job (pointen mit soundschnipseln garnieren) wirklich gut gemacht hat, war helmut zerlett bei harald schmidt. aber das ist auch ein musikalisches schwergewicht.
die verbalen äusserungen des buddy casino beschränkten sich auf wenige worte. zum glück. auch sein kabarettistisches talent scheint etwas mager zu sein. ganz zu schweigen von seiner ausstrahlung auf der bühne – seine humsdibumsdi attitüde nervt.
kurz und gut: nach einem charmebolzen wie peter tate hat es zwar jeder schwer, aber diese besetzung ist eine krasse fehlbesetzung. man kann einen starken performer nicht mit einem theaterörgeler ersetzen. ob es an dieser stelle überhaupt einen musiker braucht (tate war je nicht einfach nur musiker), ist eine andere frage. aber die kunst in der kunst ist das weglassen. soviel steht fest.
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