
seit bald 24 stunden halten die schafe höchst solidarisch den arsch in den orkan und fressen unablässig weiter. könnte man sich bei denen nicht etwas abgucken?
der weg der journalisten in die digitale
auf tuchfühlung mit dem publikum


SPIEGEL ONLINE: Ist wirklich alles in den Medien inszeniert?Kocks: Ja, sicher. Aber Inszenierung heißt nicht, dass es immer einen Regisseur gibt. Warum ist denn auf den Titeln der verschiedenen Zeitungen häufig das gleiche zu sehen? Geht es um die objektive Relevanz der Nachrichten? Nein, denn die objektive Relevanz lässt sich bei der täglichen Meldungsflut nicht prüfen. Es geht um etwas ganz anderes, es geht darum, ob eine Meldung bereits eine Geschichte andeutet. Einen Sinnzusammenhang. Danach wird selektiert. Also bin ich Geschichtenhändler, ich verkaufe Geschichten. Journalisten und PR-Leute benutzen die gleiche Fähigkeit zu verschiedenen Zwecken. So gesehen haben Sie und ich denselben Job. Aber wehe, das spricht jemand offen aus. Das ist dann der Punkt, wo bei den Journalisten die berufsethischen Alarmglocken läuten.
via turi2
Eindeutig den Bogen überspannt hat der Blogger Bugsierer. «Das ist hochgradig unseriös, Mis ter S. Das ist, als würde ich Sie als einen ungehobelten Nachwuchsschurniklugscheisser nennen. Was Sie da machen, ist Bullshit-Journalismus.» Hier geht es nicht um Kritik, sondern es wird in blinder Gehässigkeit auf den Mann – einen SonntagsZeitung-Redaktor – gespielt. In einem Ehrverletzungsverfahren würde der Blogger auf verlorenem Posten stehen.
aufgeblasene petitesse
auch ihre journalistische gewichtung der ereignisse ist jenseits von gut und böse, herr skinner. gerade mal zwei blogger haben sie ausfindig gemacht, die je ein bezahltes und als solches gekennzeichnetes posting online gestellt haben und dies erst noch in einem öffentlich und sehr transparent angekündigten werbe-programm. lächerlich, herr skinner. eine zu winzige petitesse ist das, um vom verlieren der blogger-unschuld zu sprechen. aus diesem stoff kann man allenfalls eine early-adopter-geschichte machen (über das neue konzept bezahlter postings), aber keine solche hammer-wertung über die ganze bloggerszene abgeben. das ist unseriös, mister skinner, hochgradig unseriös. und frech. das ist als würde ich sie als einen ungehobelten nachwuchsschurniklugscheisser nennen, herr skinner.
Zum Glück verfügt das Internet über eigene Kontrollmechanismen. Der Bugsierer – ein Berner Werbetexter – wurde von seinen eigenen Blogger-Kollegen enttarnt und gemassregelt.
offenbar wollen nicht alle deinem aufruf zum dschihad gegen die sonntagszeitung folgen:)
ich find die breitseite wunderbar. macht spass zu lesen und ist erst noch wahr...


via Telefonat kam die Idee auf, eine Umfrage zu starten, wieviel Ihr mit Euren Blogs verdient. Warum? Damit auch Dritte für sich besser entscheiden können, ob man nun mit Blogs relativ gut oder schlecht verdienen kann.gestern berichtet robert, dass er bereits über 30 umsatzberichte erhalten hat:
Ist jetzt schon spannend und hilfreich zu sehen, was geht und was nicht.heute abend wird er die erste auswertung fahren.

"Freunde in der Not sind die Pest. Aber man kümmert sich trotzdem um sie." (aus "Steinzeit Junior")dem schliesse ich mich voll und ganz an. danke, freunde.
P.S. Danke, Freunde.
Manchmal wünsche ich mir, ich wäre wieder der kleine Junge, der staunen kann, sehen kann, nicht verstehen muss, sein darf, was er ist und liebt, weil es echt ist. Der kleine Junge unterscheidet nicht zwischen ich und Du. Das Wir zählt.turi2 schliesst das abgelaufene jahr mit einem verweis auf einen welt.de-text über das netz:
Aus einem Spielzeug für Spezialisten ist ein Massenmedium geworden, das die Welt verändert. Erstmals sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen online. Jeder, der dabei ist, kann alles veröffentlichen; Wissen steht überall zur Verfügung. Das Internet ist die größte Demokratiebewegung der Menschheitsgeschichte. Es schafft Stars, erzeugt Nachrichten, stiftet Ehen, verbindet Kulturen und beschert seinen Pionieren märchenhafte Gewinne. Mit rasender Geschwindigkeit dringt es in alle Felder des Lebens und Winkel des Planeten vor: Was im Internet geschiet, ist ein Teil der Wirklichkeit geworden. Und vollständiger denn je findet sich die Wirklichkeit im Netz.don alphonso lässt in einem höchst lesenswerten essay das neue jahr mit einem brisanten vorschlag loskrachen:
... wie wäre es dann mit einem Verzeichnis, in dem neutral und offen festgehalten wird, wer wofür was getan hat? Name, Blog, Zeitraum, Umfang, Einnahmen, Auftraggeber, Texte, sauber und gewissenhaft notiert und verlinkt.und dann schwirrte da am letzten tag des jahres noch ein kluger satz vorbei:
ich bin absolut dafür,in dem sinn: es guets nöis allen meinen leserinnen und lesern.
dass man narren von gefährlichen waffen fern hält.
beginnen wir mit schreibmaschinen.