4. Juni 2006

Schifffahrt I: Abgewrackt


Nein, das ist kein Gulag. Das Bild zeigt die Arbeit auf einer Schiffabbruchs- werft in China. Es gibt solche vor allem auch noch in Indien, Bangladesh und in der Türkei. Und es geht nicht schön her und zu an diesen Arbeitsplätzen: Contamination des Wassers, fehlende Arbeitssicherheit, schlechte Ausrüstung, toxische Gefahren aller Art, Asbeststaub, Schwermetalle, miese Bezahlung. Gegen 700 grosse Schiffe werden jährlich ausser Dienst gestellt – und in den pristine beaches Asiens praktisch in Handarbeit abgewrackt. Weil es dort billiger ist, als hier. Weil es dort quasi keine Umweltvorschriften gibt. Keine Arbeitsgesetzte, keine Minimallöhne, keine Versicherungen für die Arbeiter – nichts.
Man bedenke: Unsere tollen Laptops, iPods und Digicams wären alle etwas teurer, müsste man die Schiffe, mit denen auch alle anderen netten Konsumgüter aus Asien und China hierher geschippert werden, auch hier abwracken. Was bis in die 70er auch der Fall war, dann aber im Zuge der enthemmten Globalisierung und zwecks Gewinnmaximierung der Reedereien in die 3. Welt verlagert wurde.
Was in dieser horrenden Szene wirklich abgeht, zeigt eindrücklich die Website SHIPBREAKING von Greenpeace.

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