20. Mai 2006

Makabrer Trip


Auf den Mount Everest zu steigen ist ja schon für einen gesunden Menschen der reinste Irrsinn. Ich habe nie begriffen, warum Menschen sowas geil finden und freiwillig so hohe Risiken eingehen. Ganz abgesehen von den Risiken, die allfällige Rettungsleute eher unfreiwillig eingehen müssen, um die gescheiterten Adrenalinjunkies wieder rauszuholen aus der Wand. Den Gipfel abgeschossen hat jetzt ein Neuseeländer, der mit zwei Untschenkelprotesen aufs Dach der Welt gekraxelt ist. Seine echten Füsse hat er schon 1982 bei einem anderen Gipfeltörn verloren. Es gehe ihm vor allem darum zu zeigen, was man auch als Behinderter noch alles leisten könne, lautet seine Begründung für den doch eher makabren Trip. Na ja, da gäbe es ja auch andere Möglichkeiten. Immerhin: er hat bei seiner Everestbesteigung garantiert nie kalte Füsse bekommen.

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