21. Februar 2007

wie sich reiche zürcher zum russischen affen machen


da kommen in letzter zeit jede woche einmal diese linkbomben in die comments von uraltbeiträgen, was mir gelegenheit gibt, diese wiedermal zu lesen. gestern wars in einem post vom letzten sommer über ein ziemlich trümmliges geldadel-blog soweit, ein blog, das mit einem solchen nur das cms gemein hat, jedoch einen entlarvenden einblick in die seele von côte d'azur-tussis und neureichen züri-gecken anbietet. da kannst du jedes promiblatt vergessen, denn francine und urs böhler (wer auch immer das sein mag?) publizieren hier ab und an ein föteli aus ihrem leben in saus und braus.

im dezember war man wohl in st. moritz, wo neuerdings wieder ultrareiche russen die eher diskrete haute volée versprengen. in russland soll es ja unter den ganz reichen russen einen neuen sport geben: sie engagieren superstars aus dem showbusiness für ihre haus-partys. gut, deren häuser sind sicher etwas grösser als die unseren, aber es ist ja trotzdem irgendwie heavy, sagen wir 30 millionen us$ für die partyband auszugeben. nun, soweit sind die böhlers noch nicht, aber sie machen sich schon mal freiwillig zum russischen affen.

ps: ohne blogs hätten wir diese soziokulturell sehr interessanten einblicke nicht. wie haben wir das nur früher gemacht? ah, genau, wir haben es geahnt, dass es so ist.

ps2: cool von den böhlers ist, dass sie meinen kommentar von damals immer noch nicht gelöscht haben, der da lautete:

Was'n das hier für ne Veranstaltung? Seid Ihr noch bei Trost? Oder wollt Ihr nur beweisen, dass man Stil für Geld nicht kaufen kann. Das ist Euch bestens gelungen. Nicht mal nen anständigen Ferrari gibt's hier. Saftladen!

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. (Man sollte selbst zuerst schauen, was man schreibt, bevor man auf "veröffentlichen klickt"...)

    Was mich am meisten an den überaus beneidenswerten Millionären (Milloinairen?) erstaunt, ist ihr ebenso beneidenswertes Englisch.

    Sie versuchen's immer und immer wieder jedes Mal ihre unglaubliche Kosmopolität durch einen Englisch-Wortschatz, der es brutal in sich hat, zu unterstreichen, indem sie einen faszinierenden Brunz als Titel verwenden.

    Ergo: Schlimmer als Fernsehen.

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