3. Juni 2007

demo + politik 1.0

"es ist schwer, gegen gewalttäter vorzugehen, die sich hinter friedlichen demonstranten verstecken." so der westfälische innenminister ralf stegner bei SpOn. er hat recht. das ist wirklich nicht nur schwer, sondern fast unmöglich.

dass sich friedliche gegner von irgendwas (oder fans von z.b. fussballspielen) die party immer wieder von (wenigen) gewalttätigen hooligans vermiesen lassen, ist doch sehr erstaunlich. dass die heerscharen von polizisten in rostock von 2 - 3'000 anwesenden gewalttätern nur gerade um die 130 festnehmen konnte, ist noch viel erstaunlicher. warum sich die globalisierungsgegner (oder fussballfans) nicht endlich klar und deutlich von gewalttätern abgrenzen, ist nicht nachvollziehbar. gewalt ist nicht nur von den g8 staaten nicht zu tolerieren, sondern von gar niemandem. punkt.

über sinn und unsinn des g8-gipfels kann man sich wohl streiten (würden sie es nicht machen, wäre es aber sicher auch wieder nicht recht). über den zaun um heiligendamme herum muss man sich aber nicht streiten, den brauchts leider wirklich. sonst könnte man ja der al kaida schon von anfang an einen parkplatz neben dem kempinski zuweisen, um dort die bombe zu platzieren. oder die hooligans würden das schmucke kur-denkmal innert stunden zur ruine machen, was ja auch wieder schade wäre.

alles in allem ist das doch ziemlich altbacken und wenig zeitgemäss. an kreativen ideen und aktionen mangelt es auf beiden seiten. gewalt geht ebenfalls von beiden seiten aus. globalisiert sind auch beide seiten, selbst die prolligen hooligans. alles irgendwie 1.0. ein auslaufmodell, hüben wie drüben.

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