23. September 2009

grosshuren


dass erfolgreiche künstler dann und wann auch zu grosshuren werden, ist nichts neues. fotografen scheinen derzeit besonders anfällig zu sein.

die amerikanische starfotografin annie leibovitz ist schon seit einiger zeit mit ihrem bankrott in den schlagzeilen. ihr aufwändiger lebenstil liess ihr keine andere möglichkeit mehr, als sämtliche rechte an ihrem lebenswerk einer darauf spezialiserten venture capital bude zu verpfänden. für läppische 24 mio. dollar.

jetzt lesen wir, dass michel compte, der schweizer starfotograf, der gerade im museum für gestaltung ausstellt, ähnliches widerfahren ist. er hat sein archiv an einen deutschen privatinvestor mit firma auf den british virgin islands verscherbelt, der aus dem riesigen fundus mindestens 75 mio. dollar rausholen will.

wenn künstlerstars wegen ihrem zu aufwändigen lebensstil die gesamtrechte ihres werks verscherbeln müssen, bevor sie gestorben sind, ist das eigentlich schon bescheuert genug. dass sie das dann ausgerechnet mit spekulanten tun, ist nur noch peinlich.

es ist schon so: gegen den kunstmarkt ist die börse ein kindergarden.
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