11. Juni 2010

moritz alfons: plattform für gitarren leadsheets



noten von aktuellen hits erscheinen, wenn überhaupt, mit einer zeitlichen verzögerung von einigen jahren.

solche noten, oder genauer gesagt lead sheets, braucht man im musikunterricht. dieser funktioniert am besten, wenn die jugendlichen ihre lieblingsstücke aus den aktuellen charts spielen dürfen – siehe unten.

das heisst für den musiklehrer, dass er sich die mühe macht, selber ein leadsheet für das gewünschte stück herauszuschreiben.

moritz alfons, der sohn meines lieben freundes marco morelli, ist ein begabter junger künstler. er ist als tänzer, performer und musiker unterwegs, kürzlich gerade mit öfföff in spanien (video oben), oder hier und hier.

und er ist ein sehr engagierter gitarrenlehrer. er hat für seine schüler schon unzählige gitarrenleadsheets angefertigt, er schreibt dazu:

In den Jahren, in denen ich in fester Anstellung an einer Musikschule Kinder und Jugendliche in E-Gitarre unterrichtete, hat sich mein Unterrichtsstil in didaktischer und methodischer Hinsicht immer mehr verdeutlicht. Ich habe einerseits herausgefunden, welche Themen bei meinen Schülern gut ankommen bzw. was sie interessiert und motiviert, andererseits ist mir auch klar geworden, welche Art Unterricht mich selber interessiert und inspiriert. Ein wichtiger Punkt ist für mich die kontinuierliche Erneuerung oder Erweiterung meines Unterrichtsmaterials. Das unterrichten bleibt für mich dann interessant und spannend, wenn ich immer wieder neues Material entdecke und dieses mit meinen Schülern ausprobiere.
Dies geschieht in erster Linie dadurch, dass ich sehr stark auf die Wünsche meiner Schüler eingehe und dadurch gezwungen bin, mich immer immer wieder mit neuen Songs und neuen Musikstilen auseinander zu setzen. Ich fordere meine Schüler – egal welcher Alters- und Niveaustufe sie angehören – immer wieder explizit auf, sich zu überlegen, was sie lernen wollen, und Stücke mitzubringen, die sie gerne spielen möchten.

moritz hat sich nun gedacht, dass ein paar andere musiklehrer wohl das gleiche tun und dass folglich so manches leadsheet zwei- oder hundertfach geschrieben wird.

diesen ansatz hat er zum thema seiner pädagogoischen diplomarbeit an der jazzabteilung der musikhochschule luzern gemacht und eine plattform für den austausch von gitarrenleadsheets ins leben gerufen. sie heisst DeinGitarrenSheet und läuft seit wenigen wochen.

ich durfte moritz ein wenig beraten bei diesem projekt. ich habe ihm für die startphase eine einfache und schnell zu erlernende konfiguration empfohlen: blogger.com (auch dieses blog läuft damit) in kombination mit issuu.com. beide tools sind gratis und einfach zu bedienen/kombinieren, und mit issuu können auch ungeübte internetanwender das sheet ausdrucken. sollte das projekt fahrt aufnehmen, kann man es zur richtigen zeit mit dem richtigen cms ausstatten.

für die diplomarbeit hat diese low budget website seinen dienst bereits getan – moritz ist seit kurzem eidg. dipl. jazzmusiker. ich gratuliere herzlich.

> bitte an alle gitarren afficionados weiterempfehlen.

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update 17.06.2010: moritz hat für seine diplomarbeit DeinGitarrenLeadsheet eine glatte 6 (das ist in der schweiz die bestnote ;-) bekommen.

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Kommentare:

  1. vielen dank für die promo.
    kleine ergänzung: das ding heisst DeinGitarrenSheet.

    liebe grüsse moritz

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  2. oh, genau, sorry. ich dachte doch, dass ich da noch etwas nicht erwähnt hatte... ;-)

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  3. genau sowas hab ich kürzlich gesucht, great idea!

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  4. DeinGitarrenSheet hat einen neuen Standort/eine neue URL: ab sofort ist deingitarrensheet.wordpress.com die gültige Adresse.

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