9. Dezember 2010

wo gehts hier zum panamakanal?

 als alter(nder) pazifist könnte ich gesagt haben:

Die Schweiz ist nicht mehr verteidigungsfähig, beschäftigt aber dennoch tausende von Mitarbeitern im VBS, die dort wohl Panzer putzen, die Schlaf- und Wohnsäle reinigen, damit dort nicht die Ameisen eindringen und als Attachés in prächtigen Villen im Ausland residieren, um noch prächtigere Empfänge zu geben.

hab ich aber nicht gesagt.

herr stöhlker hat’s gesagt. (auch etwas älter, aber kein pazifist).

man sollte auch hin und wieder stöhlker lesen. bei ihm steht zwar bis heute kein wort zu wikileaks. dafür sonst allerlei sachen, die man sonst nirgends liest.

ok, es ist nicht einfach, sich gegenwärtig einen überblick über die dramatische eskalation in sachen wikileaks zu verschaffen. herr messmer titelt:

WikiLeaks ist das 9/11 von Präsident Obama.

dieser satz trifft es nicht schlecht. allerdings müssen sich politiker, unternehmen, journalisten, citoyens und alle anderen noch an den gedanken gewöhnen, dass das erst der anfang ist. warum, erklärt marcel weiss in seinem brillanten post 5 Aspekte der aktuellen WikiLeaks-Revolution.

wenn das nur gut geht...
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Kommentare:

  1. Im Moment ist bezüglich Wikileaks mehr die Rede über die formellen Aspekte dieser Veröffentlichungen als über die Inhalte.

    Oder musste schon jemand zurücktreten, weil wegen diesen Dokumenten etwas ans Tageslicht trat, von dem bisher niemand Bescheid wusste?

    Nein, der Inhalt scheint mir wenigstens im Moment eher zweitrangig. Im Vordergrund steht mehr die Tatsache, dass Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, welche man als sicher glaubte. Und hier ist nicht etwa die Rede von Informationen eines KMU-Besitzers, sondern von den USA.

    Aber waren Informationen je sicher? Macht die digitale Form diesbezüglich einen so grossen Unterschied (mengenmässig und bezüglich Duplizierungsmöglichkeit ja, aber inhaltlich doch nicht, oder)?

    Und warum tun einige so erschreckt, wenn diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen? Ich meine, sie gehören ja eigentlich der Öffentlichkeit. Warum gibt es so viele Informationen, die dem Besitzer (dem Volk) vorenthalten werden?

    Vielleicht müssten wir wieder einmal über unser Verhältnis zwischen Bürger und Staat (bestehend aus den Bürgern) nachdenken...

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  2. man sollte auch hin und wieder stöhlker lesen. bei ihm steht zwar bis heute kein wort zu wikileaks. dafür sonst allerlei sachen, die man sonst nirgends liest.

    Stöhlker schreibt ausschliesslich, was man anderswo liest. Er liest vor allem gedruckte Tages- und Wochenmedien. Wer diese selbst liest, erkennt ständig, worauf sich Stöhlker bezieht. Leider vergisst Stöhlker jeweils, seine Quellen offenzulegen. Schade, dann könnte man nämlich weiterlesen, so wie man es von Blogs gewohnt ist. Genauso schwach ist die Handhabung der Kommentarfunktion. Eine Reaktion gibt es eigentlich nie.

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