
es war mein erster blogcamp und ich war noch nie in der eth, immerhin eine der besten unis in europa. das imposante gebäude atmet die rastlose leidenschaft von wissenschaft in jeder wegrenovierten ritze. der alte kasten ist top ausgestattet, im ganzen komplex wlan und die riesigen türen gehen automatisch auf und zu. leider ist das traditionsreiche denkgebäude nur in lateinisch angeschrieben, siehe bild oben.

die organisatoren des blogcamp zürich haben aber den weg zum blogcamp durch die wandelhallen und katakomben perfekt beschildert und das ist nur ein lob, das man den kollegen aussprechen darf. es hat rundum alles bestens geklappt und den veranstaltern ist es gelungen, einen lockeren groove zu verbreiten. die einzige anregung betrifft die bar – ich war sicher nicht der einzige, der gerne mal ein glas edelzwicker oder ein kühles bierchen getrunken hätte. und ich hätte auch gerne was bezahlt dafür.
sehr cool finde ich das konzept dieser unkonferenzen. ich frage mich, wann dieses konzept auch ausserhalb von web 2.0 angewendet wird. ich kann mir gut vorstellen, dass z.b. in der politik oder in der kultur oder in der wirtschaft das prinzip barcamp sehr erfolgreich adaptiert werden könnte. ich möchte fast wetten, dass es in zwei bis drei jahren so weit sein wird.

für mich die interessanteste session hielt jürg vollmer alias krusenstern (bild oben) zum thema readability optimization. er meint mit diesem begriff die optimierung der lesbarkeit von blogs. angesichts dessen, dass 99 von 100 bloggern wohl nicht aus der schreibenden zunft kommen ein sehr sinnvoller beitrag. er hat ein ausführliches und nützliches skript online gestellt, hier.